Alte Dokumente der Kolonie - Verein

Aus dem Nachlass von Franz Knoll

Auf 32 Seiten diverser Zeitungsausschnitte wird die umfangreiche Arbeit des Vereins seit Gründung im Jahre 1977 beschrieben. Von den Bemühungen zur unter Schutzstellung durch das Bundesdenkmalamt bis zu den umfangreichen Sanierungsarbeiten, ist hier alles zu finden. Auch die damals bestehenden Probleme wie Verkehr und Umweltschutz werden behandelt. Viele Probleme hat es schon damals gegeben und wurden teilweise bis heute nicht gelöst - Bahnübergang Schillerstraße - Verkehrsbelastung in der Kolonie. Die in einigen Artikel beschriebene Umweltbelastung der Fa. Wieser (heute Austyrol GmbH) konnte Dank jahrelanger Bemühungen des Vereins beseitigt werden.

An dieser Stelle möchte ich meinen tiefen Respekt den damaligen Funktionären, insbesondere Dr. Mag. Pharm. Karl Pfleger und Franz Knoll aussprechen. Ohne diese engagierten Bewohner der Kolonie würde diese heut nicht mehr existieren.

Der heutige und zukünftige Vorstand des Vereins wird sich bemühen, diesen Zustand zu erhalten.

Erich Walter
Webmaster

Zeitungsausschnitte seit 1977 - Aktivitäten des Vereins

Aus dem Nachlass von Franz Knoll Presse 1978

Zeitungsauschnitte 1977 und 2007

Zeitung 1977 und 2007 Pdf

Förderzusage Denkmalamt Land NÖ 1982-1984

Mitgliederinfo Sanierungen seit 1997

Mietvorschreibung 1996-1997

Franz Knoll hat Aufgrund von Unstimmigkeiten im Jahre 1996 die Mietervereinigung ersucht die monatliche Vorschreibung des Nutzungsvertrages zu prüfen. Nach Intervention der Mietervereinigung wurde vom Vermieter per 27.1.1997 den Berechnungen der Mietervereinigung Folge geleistet. Die Wohnung wurde damals als Kategorie D eingestuft. Die rechtliche Situation hat sich danach immer wieder verändert, so dass dies nur als historische Info zu betrachten ist.

Hier ist der Schriftverkehr als Pdf zum download

Vereins Info aus dem Jahre 2000

Mitgliederinfo 25 Jahre Verein 2002

Mitgliedskarte vom 23.2.1977 und 28.2.1977

Mitgliedskarten - ausgestellt anläßlich der konstituierenden Sitzung am 23.2.1977
Quelle: Aus Privatbesitz zur Verfügung gestellt.

Kolonie Mödling - Hartigstraße Anträge für Arbeitsbücher 1907

Johann Renner Hartigstraße 24

Josef Chladek Hartigstraße 15

Robert Meduna Hartigstraße 20 b

Quelle: Mödlinger Stadtarchiv - übermittelt von Dr. Walter Jirka

Protokoll zur Austellung eines Arbeitsbuches 15. 6. 1907

Josef Chladek Hartigstraße 15

Historischer Kontext:
Es handelt sich um ein amtliches Protokoll des Stadtvorstandes Mödling vom 15. Juni 1907.

Zweck des Dokuments war die Beantragung und Ausstellung eines Arbeitsbuches für den Hilfsarbeiter Josef Chladek.

Ein Arbeitsbuch war in der Habsburgermonarchie (Österreich-Ungarn) ein verpflichtendes Ausweisdokument für Arbeiter, das Beschäftigungsverhältnisse dokumentierte und der behördlichen Kontrolle diente.

Das Dokument veranschaulicht das damalige System der "Heimatzuständigkeit" (Heimatrecht), welches unabhängig vom Geburtsort oder aktuellen Wohnort war. Obwohl Josef Chladek in Wien geboren wurde und in Mödling lebte, war er in Zirna (Böhmen) heimatberechtigt. Dies musste er durch einen Heimatschein nachweisen.

Die Gebühr für das Arbeitsbuch betrug 24 Heller.

Hauptperson:
Name: Josef Chladek
Rolle im Dokument: Antragsteller (bittet um ein Arbeitsbuch)
Geburtsdatum: 3. März 1890
Geburtsort: Wien, Bezirk V (Margareten), Niederösterreich
Religion: Römisch-katholisch
Familienstand: Ledig
Heimatzuständigkeit: Zirna, Bezirk Votitz (Votice), Böhmen
Beruf: Hilfsarbeiter
Aktueller Wohnort: Mödling, Hartigstraße 15

Weitere Personen:
Name: Payer
Rolle im Dokument: Beamter/Urkundsperson ("Vor mir Payer")

Wichtige Erkenntnisse:
Das vorliegende Dokument ist ein Protokoll zur Ausstellung eines Arbeitsbuches vom 15. Juni 1907, ausgestellt vom Stadtvorstand Mödling.

Der 17-jährige Josef Chladek, geboren am 3. März 1890 in Wien (5. Bezirk), beantragte dieses Dokument. Er arbeitete als Hilfsarbeiter und wohnte zu dieser Zeit in der Hartigstraße 15 in Mödling.

Trotz seiner Geburt in Wien lag seine offizielle Heimatzuständigkeit in Zirna, Böhmen, was er durch einen Heimatschein aus dem Jahr 1906 belegte.

Volltext Transkription:
Z. 12207 / 6
Protokoll aufgenommen am 15. Juni 1907 beim Stadtvorstande Mödling.
Gegenwärtige: Die Gefertigten.

Es erscheint Josef Chladek in Wien Bezirk V Land Niederösterreich am 3. März 1890 geboren röm. katholische Religion, ledigen Standes, nach Zirna Bezirk Votitz Land Böhmen zuständig, Hilfsarbeiter gegenwärtig in Mödling Hartigstrasse Nr. 15 im Aufenthalte, bittet um Ausfertigung eines Arbeits buches und erlegt hiefür die Anschaffungskosten per 24 Heller.

Die Zuständigkeit zur Gemeinde Zirna wird durch Heimatschein Zirna 7. Mai 1906 Z. 12 nachgewiesen.
Vor mir Unterschrift Payer - Unterschrift Josef Chladek

Protokoll zur Austellung Duplikat seines Arbeitsbuches 10. 11. 1907

Johann Renner Hartigstraße 24

Historischer Kontext:
Bei diesem Dokument handelt es sich um ein Protokoll, das am 10. November 1907 beim Stadtvorstand Mödling (Niederösterreich) aufgenommen wurde. Es dokumentiert den Antrag des Schlossergehilfen Johann Renner auf Ausstellung eines Duplikats seines Arbeitsbuches.

Arbeitsbücher waren im Österreich-Ungarn der damaligen Zeit für Handwerksgesellen und Fabrikarbeiter verpflichtend. Sie dienten als Ausweis, Nachweis der Qualifikation und zur Kontrolle der Arbeitsverhältnisse. Ein Duplikat wurde meist beantragt, wenn das Original verloren gegangen war oder beschädigt wurde. Die Gebühr für das Duplikat betrug 24 Heller.

Interessant ist der Nachweis der Heimatzuständigkeit (Heimatrecht). Diese wurde nicht durch eigene Dokumente des Antragstellers, sondern durch den Heimatschein seines Vaters, Franz Renner, ausgestellt am 18. April 1898 in Moosbrunn, nachgewiesen. Das Heimatrecht war im alten Österreich von großer Bedeutung, da es den Anspruch auf ungestörten Aufenthalt und Armenversorgung in der jeweiligen Gemeinde regelte.

Hauptpersonen:
Name: Johann Renner
Rolle im Dokument: Antragsteller (bittet um Ausfertigung eines Duplikat-Arbeitsbuches)Geburtsdatum: 24. Oktober 1886Geburtsort: Moosbrunn, Bezirk Mödling, Land Niederösterreich
Religion: römisch-katholisch
Familienstand: ledig
Zuständigkeit (Heimatgemeinde): Moosbrunn, Bezirk Mödling, Land Niederösterreich
Beruf: Schlossergehilfe
Aktueller Wohnort: Mödling, Hartigstraße Nr. 24 b Beziehung: Sohn von Franz Renner

Weitere erwähnte Personen:

Name: Franz Renner
Rolle im Dokument: Vater des Antragstellers, dessen Heimatschein als Nachweis dient.
Beziehung: Vater von Johann Renner
Name: Peyer
Rolle im Dokument: Beamter/Protokollführer beim Stadtvorstand Mödling

Wichtige Erkenntnisse:
Das Dokument ist ein Protokoll vom 10. November 1907 aus Mödling.
Johann Renner, ein lediger, 1886 in Moosbrunn geborener Schlossergehilfe, beantragt ein Duplikat seines Arbeitsbuches.
Er wohnt zu diesem Zeitpunkt in der Hartigstraße 24b in Mödling.
Seine Heimatzuständigkeit in Moosbrunn wird durch den Heimatschein seines Vaters, Franz Renner, aus dem Jahr 1898 nachgewiesen.

Volltext Transkription:
Z. 20045
Protokoll aufgenommen am 10. November 1907 beim Stadtvorstande Mödling.
Gegenwärtige: Die Gefertigten.

Es erscheint Johann Renner in Moosbrunn Bezirk Mödling Land Niederösterreich am 24. Oktober 1886 geboren röm. katholischer Religion, ledigen Standes, nach Moosbrunn Bezirk Mödling Land Niederösterreich zuständig, Schlossergehilfe gegenwärtig in Mödling Hartigstraße Nr. 24 b im Aufenthalte, bittet um Ausfertigung eines Duplikat-Arbeits- buches und erlegt hiefür die Anschaffungskosten per 24 Heller.
Die Zuständigkeit zur Gemeinde Moosbrunn wird durch Heimatschein des Vaters Franz Renner Moosbrunn 18. April 1898 Z. 297 nachgewiesen.

Vor mir: Peyer Johann Renner

Bezirksgericht Mödling Edikt 27.7.1907

Robert Meduna Hartigstraße 20 b

Historischer Kontext:
Bei diesem Dokument handelt es sich um ein gerichtliches Edikt (eine amtliche Bekanntmachung) des k. k. Bezirksgerichts Mödling aus der Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie. Es dokumentiert die Verhängung einer Kuratel (Sachwalterschaft/Vormundschaft) über einen Bürger.

Der im Text verwendete Begriff "Blödsinn" war im damaligen Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch (ABGB § 273) ein offizieller juristischer und medizinischer Terminus. Er bezeichnete eine geistige Behinderung oder psychische Erkrankung, die dazu führte, dass eine Person nicht mehr in der Lage war, ihre eigenen Angelegenheiten rechtsgeschäftlich zu besorgen. Das Dokument ordnet am unteren Rand handschriftlich an, dass dieser Beschluss im Amtsblatt kundgemacht und an der Amtstafel ausgehängt werden soll, was dem damaligen rechtlichen Prozedere entsprach, um die eingeschränkte Geschäftsfähigkeit der Person öffentlich bekannt zu machen.

Am 27. Juli 1907 erließ das k. k. Bezirksgericht Mödling ein Edikt zur Verhängung einer Kuratel.

Hauptpersonen:
Der Fabriksschlosser Robert Meduna aus Mödling wurde aufgrund einer gerichtlich festgestellten geistigen Einschränkung unter Vormundschaft gestellt.

Als sein Kurator wurde Franz Meduna bestellt, der ebenfalls Fabriksschlosser war und in der Hartigstraße 29 b in Mödling wohnte.

Wichtige Erkenntnisse:
Das Dokument bietet Ihnen einen wertvollen Einblick in die österreichische Rechtsgeschichte und zeigt, wie familiäre Fürsorge bei Geschäftsunfähigkeit im frühen 20. Jahrhundert juristisch geregelt wurde.

Quelle: Mödlinger Stadtarchiv - übermittelt von Dr. Walter Jirka

Vereinssitz Buchingerheim Anfahrt

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